Film ab! - die Erfolgsgeschichte

Klaus Flemming 27.12.2011
27.12.2011: Klaus Flemming präsentiert "My Fair Lady" und - Feuerzangenbowle

Seit 2008 wird unter der Regie von Klaus Flemming, später dann von Thomas Pump, am letzten Freitag eines jeden Monats (ausgenommen Juli/August) unter dem Motto "Film ab!"eine Kinoveranstaltung organisiert. Mit der Januaraufführung in 2014 brachten es die Organisatoren auf immerhin 70 (siebzig!) Veranstaltungen!

 

70 Veranstaltungen lassen auf ein erfolgreiches Projekt schließen: Im Durchschnitt 35 Besucher, Alter 40+, schauen sich hier ihren Lieblingsfilm an. Die kontinuierlich anwachsende Wunschliste wird bei jeder Veranstaltung ergänzt - und Monat für Monat abgearbeitet. Immer mit dabei: die DEFA-Kino-Wochenschau "Der Augenzeuge".

Bei einem Glas Wein, einem kühlen Bier oder auch nur einem Schluck Wasser gibt es immer viel Spaß und - wenn das Licht wieder angeht - manch anregendes Gespräch. Für viele Zühlsdorfer inzwischen eine gute Gelegenheit, mit anderen Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen, oder auch mal mit dem Ortsvorsteher ein persönliches Wort zu wechseln.

 

Eintritt: 3,00 EUR, ermäßigt 0,50 EUR


Film ab! - am 24.05.2019

Kokowääh

Am Freitag, 24. Mai 2019, 19 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Kokowääh" (D2011) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Pech im Beruf, Pech in der Liebe - so lässt sich die Situation des Drehbuchautors Henry zusammenfassen. Sein Leben besteht aus einer Aneinanderreihung glückloser Liebschaften und beruflicher Rückschläge. Dann aber scheint sich auf wundersame Weise alles zum Guten zu wenden: Henry wird als Autor einer prestigeträchtigen Bestsellerverfilmung engagiert. Und bei seiner Co-Autorin handelt es sich um seine Ex-Freundin Katharina, die er insgeheim noch immer liebt. Allerdings lässt eine weitere, weniger freudige Überraschung nicht lange auf sich warten. Denn plötzlich steht die achtjährige Magdalena vor Henrys Tür. Angeblich ist sie seine Tochter aus einem längst vergessenen One-Night-Stand, und nun soll Henry sich während einer wichtigen USA-Reise ihrer Mutter Charlotte um sie kümmern ... (filmportal.de)

„Kokowääh“ ist eine Komödie mit märchenhaften Zügen. Das Happyend lässt sich von Anfang an voraussehen, aber der Weg dorthin ist mit unerwarteten Slapstick-„Katastrophen“ gepflastert, die für Spaß und Kurzweil sorgen. Eine Mutter, die nach New York reisen muss, schickt ihre achtjährige Tochter für vier Wochen zu einem früheren Geliebten in Berlin, der bis dahin nichts von seiner Vaterschaft wusste, ohne sich mit ihm abgesprochen zu haben. Das ist ebenso wenig plausibel wie die in vier Wochen vollzogene Entwicklung Henrys vom kinderfeindlichen, egoistischen Schürzenjäger zum liebenden, verantwortungsbewussten Vater. Tiefgang darf man in „Kokowääh“ keinen erwarten. Sehenswert ist der Film vor allem wegen Emma Schweiger. Die am 26. Oktober 2002 in Los Angeles geborene jüngste Tochter von Dana und Til Schweiger war bei den Dreharbeiten noch keine acht Jahre alt. Emma Schweiger verfügt in Mimik und Gestik über eine eindrucksvolle Palette und beeindruckt auch durch ihre verbale Artikulation. Es macht Spaß, ihr zuzuschauen und zuzuhören.

(dieterwunderlich.de)

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Film ab! - am 26.04.2019

The Green Mile

Am Freitag, 26. April 2019, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Zivilprozess" (USA 1998) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Jan Schlichtmann (John Travolta) ist einer von jenen abgebrühten und zynischen Juristen, wie man sie aus den Gerichten kennt. Profit ist alles, Erfolg ist alles, was man verteidigt oder gegen wen man zu Felde zieht, ist absolut beliebig. Das ändert sich, als er mit einem neuen Fall beauftragt wird. Zwölf Kinder aus einem Ort mussten an Leukämie sterben, weil es zwei Konzernen gefiel, ihr Abwasser in die Wasserversorgung abzuleiten. Schlichtmann beginnt ganz gegen sein übliches Verhalten, wirklich um die Sache zu streiten. Ob ihm das angesichts der mächtigen Gegner Glück bringen wird, bleibt allerdings fraglich. Aber Schlichtman scheut auch nicht den eigenen finanziellen Ruin, um auf der moralisch richtigen Seite zu stehen. Seine Kanzleipartner haben jedoch immer größere Zweifel, ob der Weg weiter gegangen werden soll. (www.filmstarts.de)

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich in den 80er Jahren ereignete. Steven Zaillian (oscarprämiert für sein Drehbuch zu „Schindlers Liste“) hält die Spannung in seiner zweiten Regiearbeit leider nicht ganz bis zum Ende durch. Wirkt John Travolta zunächst souverän als moralfreier Paragraphenreiter, so gelingt es ihm nicht, die Wandlung zum Menschenfreund glaubhaft zu transportieren. Auch seine Motive für diese Veränderung bleiben unklar. Dass der Film dennoch einen gewissen Unterhaltungswert hat, verdankt er vor allem exzellenten Nebendarstellern wie Robert Duvall (“Nur noch 60 Sekunden”), der als kauziger, aber gescheiter Anwalt agiert. Auch John Lithgow als Richter oder James Gandolfini als Hauptbelastungszeuge können Pluspunkte sammeln. (www.filmstarts.de)

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Film ab! - am 29.03.2019

The Green Mile

Am Freitag, 29. März 2019, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Die weiße Massai" (Deutschland 2005) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 Kurz vor dem Ende ihres Urlaubs in Kenia, wohin die Schweizerin Carola mit ihrem Freund Stefan gereist war, lernt die blonde junge Frau den Samburu-Krieger Lemalian kennen. Sie ist von seinem exotisch wirkenden „gottgleichen“ Anblick derart überwältigt, dass sie sich noch am Flughafen entscheidet, ihrem Freund den Laufpass zu geben. Auf einer abenteuerlichen Reise reist sie Lemalian hinterher und landet nach mehreren Tagen in seinem Dorf mitten im afrikanischen Busch. Selbst die Warnungen einer anderen Weißen, eine Frau sei dort nicht mehr wert als eine Ziege, schlägt sie in den Wind. Kurze Zeit später heiratet sie Lemalian. Bei der Hochzeit im Dorf trägt Carola ein weißes Brautkleid mit Schleier. Auch sonst ist sie nicht bereit, ihre Lebensgewohnheiten ganz aufzugeben. Geschäftstüchtig eröffnet sie gegen den Willen ihres frisch Angetrauten einen Laden, was unabdingbar zu geschäftlichen Kontakten mit anderen Männern führt. Lemalians Eifersucht und sein verletzter Stolz führen bald zu Konflikten, denen Carola nicht mehr gewachsen ist. (www.migration-im-film.de)

Der große Erfolg, der Corinne Hofmanns autobiographischer Roman zuteil wurde, in welchem sie ihre Erlebnisse über die vier Jahre schildert, die sie in Kenia als Frau eines Samburu-Kriegers verbracht hatte, veranlasste Produzent Günter Rohrbach, den Stoff unter der Regie von Hermine Huntgeburth unter dem Titel „Die weiße Massai“ umzusetzen. Das Ergebnis ist in erster Linie ein Liebesdrama, welches mitunter auch dokumentarische Züge aufweist ...
... Trotz der Tatsache, dass sich das Filmteam um Authentizität bemüht hat – es wurde weitgehend an Originalschauplätzen gedreht und die Crew, insbesondere der in Frankreich aufgewachsene Darsteller von Lemalian, Jacky Ido, hat sich vor den eigentlichen Dreharbeiten über einen längeren Zeitraum vor Ort mit der Lebensweise der Samburu beschäftigt – bleibt das Resultat doch in erster Hinsicht ein interkulturelles Liebesdrama mit seinen Höhen und Tiefen, welches mit seinem thematischen Schwerpunkt der – auch sexuellen – Selbstbehauptung der Frau vielleicht noch stärker das weibliche Publikum ansprechen dürfte.(www.filmstarts.de)

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Film ab! - am 22.02.2019

The Green Mile

Am Freitag, 22. Februar 2019, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "The Green Mile" (USA 2006) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Das Leben im Todestrakt eines Gefängnisses gerät 1935 aus den Fugen. Mit dem angeblichen Kindermörder Coffey (beeindruckend: der früh verstorbene Michael Clarke Duncan) wird ein riesiger, aber gutmütiger Kerl mit unglaublichen Fähigkeiten eingeliefert. Denn Coffey kann den Oberaufseher nicht nur von seiner Unschuld überzeugen, er vermag auch Menschen von üblen Krankheiten zu befreien. Doch die Vollstreckung seines Todesurteils steht bevor...

 

Dank der Darsteller, der Ausstattung und der Kamera ist dies trotz kleiner Unstimmigkeiten in der Story ein rundum gelungenes Werk.
(www.prisma.de)

Mit geradezu gemächlicher, packend ansteigender Intensität und einer Sensibilität der leisen Töne ist Frank Darabont und seiner Crew hier ein aufwühlendes Drama mit inhärentem Plädoyer gegen die Todesstrafe gelungen. The Green Mile versammelt filigrane Aspekte gewaltiger Ambivalenzen an einem Ort der Verbannung und Vollstreckung, in dessen Hoffnungslosigkeit sich bewegende, zutiefst menschliche und dann wiederum auch übermenschliche Dimensionen zuspitzen und zu signifikanten Symbolen des letztlich unauslotbaren Systems von Leben und Tod sowie gesellschaftlicher Repression und persönlicher Würde geraten. Die sorgfältig besetzten Darsteller vermögen allesamt durch ihr vielschichtiges, konzentriertes und zeitlich großzügig angelegtes Schauspiel zu faszinieren, und speziell das Zusammenwirken von Tom Hanks und Michael Clarke Duncan erreicht eine zutiefst berührende emotionale Qualität. Wenn der über hundertjährige Paul Edgecomb (Dabbs Greer) als Erzähler der Geschichte am Ende als tragische Figur zurückbleibt, schließt sich der Kreis einer wohl konstruierten filmischen Version aus dem Universum von Stephen King, der seine Figur des John Coffey sicherlich nicht zufällig mit den christlich bedeutsamen Initialen "J. C." ausgestattet hat. (www.kino-zeit.de)

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Film ab! - am 25.01.2019

Sister Act - eine himmlische Karriere

Am Freitag, 25. Januar 2019, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Das Streben nach Glück" (USA 2006) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

Chris Gardner lebt am Anfang der 1980er in San Fransico und arbeitet als selbständiger Handelsvertreter. Chris versucht, neuartige Knochendichtemessgeräte zu verkaufen, die eine geringfügig bessere Auflösung als bisher übliche Geräte ermöglichen, aber doppelt so teuer sind. Dadurch hat Gardner nicht sonderlich Erfolg.

Er wird von seiner Frau Linda verlassen, die die finanziellen Engpässe der Familie nicht mehr aushalten kann. Nachdem Linda mit dem gemeinsamen Sohn Christopher weggegangen ist, holt Chris seinen Sohn zu sich zurück.

Chris sucht sich eine aussichtsreichere Arbeit. Er bekommt ein sechsmonatiges Praktikum bei einer Investmentbank, das zwar unbezahlt ist, allerdings die Möglichkeit einer Festanstellung beinhaltet.

 

 

Aufgrund von Mietschulden müssen er und Christopher nach kurzer Zeit aus der gemieteten Wohnung auziehen und leben fortan einige Monate im Motel, bis sie die dortige Miete auch nicht mehr zahlen können.

Dennoch versucht Chris, ein sehr guter Vater zu sein und arbeitete sehr hart, damit er sich und seinen Sohn ernähren kann.

Schließlich besteht er jedoch die Abschlussprüfung in der Investmenbank und wird fest angestellt. Die harte Arbeit und der starke Wille haben sich am Ende ausgezahlt, ganz so, wie der "American Dream" verspricht. (www.streben-nach-glueck.de)

 

Die Liebe des US-Amerikaners zum Underdog hat ein neues Gesicht: Will Smith, alias Chris Gardner. Das vage auf der Biographie des tatsächlichen Chris Gardners basierende Drama „Das Streben nach Glück“ erzählt von einem Schwarzen, der völlig abgebrannt ist, aber nie aufgibt und sich – immer seinen fünfjährigen Sohn schützend – mit jeder Menge Witz, Charme und Strebsamkeit von ganz unten nach ganz oben arbeitet, oder besser gesagt: durchbeißt. Einmal mehr zelebriert ein amerikanischer Mainstreamfilm die Idee vom „amerikanischen Traum“, das Prinzip vom Tellerwäscher zum Millionär zu kommen, wenn man es nur will – pünktlich zum US-Weihnachtsfest (für die Deutschen fällt dieser Aspekt im Januar flach) und fernab vom knallharten Realismus der zeitgleich ins Kino kommenden Dokumentation Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez (Regie: Heidi Specogna). Und trotzdem: Unterhaltsam ist Will Smith... (www.filmstarts.de)
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Film ab! - am 27.12.2018

Sister Act - eine himmlische Karriere

Am Donnerstag, 27. Dezember 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Sister Act - eine himmlische Kariere" (USA 1992) gezeigt. Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge". Traditionell zum Jahresabschluss: mit Feuerzangenbowle.

 

Deloris (Whoopi Goldberg) ist eine lebensfreudige Person, die in einer Bar als Sängerin arbeitet. Eines Tages wird sie jedoch Zeuge, wie ihr Freund Vincent (Harvey Keitel), ein lokaler Mafia-Boss, einen seiner Feinde kaltblütig liquidiert. Da Vincent es nicht mag, wenn Zeugen anwesend sind, versucht er Deloris ebenfalls zu ermorden, diese kann aber in letzter Sekunde noch entkommen und findet Schutz bei der Polizei. Aus Sicherheit vor ihrem mörderischen Freund wird Deloris in ein Zeugenschutzprogramm gepackt und an einen Ort gebracht, in dem sie niemand vermuten würde - ein Konvent in San Francisco. Hat sie anfangs noch Schwierigkeiten einen Platz unter den Nonnen zu finden, ändert sich dies relativ schnell, als sie die Leitung des Kloster-Chors übernimmt und damit zu einer regionalen Berühmtheit wird. Durch die neuerliche Aufmerksamkeit, schafft es aber auch Vincent herauszufinden wo seine dringend gesuchte Zeugin sich aufhält… (www.filmstarts.de)

Die witzige Komödie von "Dirty Dancing"-Regisseur Emile Ardolino war einer der Kassenschlager des Kinojahrs 1992. Wirbelwind Whoopi Goldberg wurde für ihre überzeugende Darstellung der singenden Nonne ebenso für den Golden Globe nominiert wie Ardolinos Werk als bester Film im Bereich Komödie/Musical. Ein gelungene Vorstellung gibt hier auch Maggie Smith als Mutter Oberin. (www.prisma.de)

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Film ab! - am 30.11.2018

Beschreibung eines Sommers

Am Freitag , 30. November 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "8 Frauen" (F 2002) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Weihnachten könnte eine Zeit des Friedens sein, aber die junge Studentin Suzon (Virginie Ledoyen) gerät nach ihrer Heimkehr aus England in ein verschneites Haus während der 1950er in eine absurde Situation hinein. Ihr Vater Marcel (Dominique Lamure) wird tot aufgefunden, als ihm das Hausmädchen Louise (Emmanuelle Béart) das Frühstück bringen will. Da das Anwesen inzwischen fast vollständig eingeschneit und die Telefonleitung zusammengebrochen ist, besteht keine Möglichkeit irgendjemanden über den Vorfall zu informieren. Im eigenen Saft schmorend beginnen die Frauen, darunter die Köchin (Firmine Richard), Suzons Mutter (Catherine Deneuve) sowie ihre Großmutter (Danielle Darrieux) und Schwester (Ludivine Sagnier) über den Mord zu sprechen. Schnell entwickelt sich ein Gefecht aus gegenseitigen Anschuldigungen, Eifersüchteleien und giftigen Attacken, da jede der Frauen etwas zu verbergen hat. Und der Mörder ist wahrscheinlich unter ihnen. (filmstarts.de)

Eine klassische Agatha-Christie-Situation, von Ozon zur Technicolor-bunten Krimikomödie mit Gesangseinlagen verkitscht: Die Heldinnen benehmen sich wie Transvestiten vor dem großen Auftritt, ihre Liebes- und Männerprobleme stammen förmlich aus einem Douglas-Sirk-Melodram.

 

Wer Realität sucht, findet exaltierte Künstlichkeit, statt echter Gefühle beherrscht Make-up die Szenerie. „Ich liebe die Frauen“, sagt Ozon. Jedenfalls, wenn sie die Drama-Queen rauslassen. Insofern hat er Meg und Julia inzwischen wohl verziehen.

 

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie "Die Frauen" und "Mord im Orient-Express" mochten. (www.cinema.de)

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Film ab! - am 26.10.2018

Beschreibung eines Sommers

Am Freitag , 26. Oktober 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35a, der Film "Effi Briest" (D 2009) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Effi Briest ist gerade mal 17 Jahre alt, da wird sie von ihren Eltern - dem gesellschaftlichen Aufstieg wegen - mit dem wohlsituierten Baron von Innstetten (Sebastian Koch) verheiratet. Das lebhafte Mädchen jedoch findet in dieser Ehe kein Glück: zu öde ist Kessin, wo sie mit ihrem Gemahl lebt, zu gediegen und patriarchalisch sein Verhalten ihr gegenüber. Mit dem Kavalier und Frauenschwarm Crampas (Misel Maticevic) beginnt sie eine leidenschaftliche Affäre, die sechs Jahre später auffliegt. Es kommt, wie es kommen musste: Innstetten fordert den Ehebrecher zum Duell... www.filmstarts.de

Die Verfilmung des gleichnamigen Romans ist kurzweilig, überzeugend gespielt und regt dazu an, die angesprochenen Themen zu reflektieren. Auch die Verzahnung von Sinn- und Bildebene ist gelungen. Die Optik schwelgt während der Szenen, die Effis Suche nach Freiheit widerspiegeln in weiten Einstellungen über der Küstenlandschaft und stellt ihre Gefangenheit in bürgerlichen Strukturen durch das bedrohlich enge, dunkle Wohnhaus ihres Mannes dar. Martin Langers (Nichts als die Wahrheit, Die weiße Massai) Bildarbeit ist zwar recht konventionell geraten, die Entscheidung, nicht mit ausgefallenen Kamerafahrten das Filmische zu betonen, stellt sich allerdings als durchaus angebracht heraus, da so die Aufmerksamkeit nicht unnötig von der narrativen Substanz abgelenkt wird.

Schauspielerisch hat die Verfilmung von Theodor Fontanes Gesellschaftsroman mit Julia Jentsch eine bedeutende deutsche Jungschauspielerin verpflichtet, deren zusätzliches Engagement auf Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum (u.A. Zürich, Hamburg und München) Spiegelbild ihrer Vielseitigkeit ist. Besonders in Kombination mit Sebastian Koch (Das Leben der Anderen) zieht sie, nicht zuletzt durch die moderne Inszenierung, die Zuschauer auf Effis Seite und lädt vielleicht sogar ein Stück mehr zur Identifikation ein, als dies bei einer vielschichtigen Betrachtung weiblicher Emanzipation und Abhängigkeit aus moderner Sicht angebracht wäre.

Auch wenn die Inhaltsebene zum Ende des Werks hin einen massiven Fauxpas begeht, die handwerklich gelungene Machart des Films, das Spiel der Protagonisten und natürlich die noch immer hochaktuelle Vorlage machen Hermine Huntgeburths Effi Briest zu einem Film, in dessen Publikum man bestens aufgehoben ist.

(www.lehrerfreund.de)

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Film ab! - am 28.09.2018

Beschreibung eines Sommers

Am Freitag , 28. September 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Beschreibung eines Sommers" (DDR 1962) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Auf der Großbaustelle Schwedt an der Oder, wo ein neuer Industriekomplex entsteht, treffen der Ingenieur Tom Breitsprecher und die FDJ-Sekretärin Grit aufeinander. Tom ist ein guter Fachmann, den Politik nicht interessiert. Nachlässigkeit und Unvermögen der bunt zusammengewürfelten Jugendbrigade regen ihn auf. Grit hat sich vor ihrer in die Krise geratenen Ehe auf die Großbaustelle geflüchtet. Sie lässt sich auf einen zunächst unverbindlichen Flirt mit Tom ein, dem der Ruf vorauseilt, ein Frauenheld zu sein. Bald entsteht zwischen beiden echte Zuneigung. Grit gerät in Konflikte, da die Moralvorstellungen der 50er Jahre noch recht eng sind und das Kollektiv von ihr vorbildliches Verhalten auch in privater Hinsicht erwartet. Doch Grit steht zu ihrer Liebe und schafft klare Verhältnisse (Filmportal.de)

So war das damals in der DDR: privates von beruflichem zu trennen war äußerst schwierig, da die Gemeinschaft nah beieinander stand und der Moralbegriff nicht nur ein Wörtchen im Duden war. Auch in der heutigen Zeit der Social Networks im Internet ist dieses Thema wieder aktueller denn je.
Abgesehen vom thematischen Rahmen bekommt der Zuschauer eine feinfühlige Liebesgeschichte erzählt, die nichts mit dem Hollywoodkitsch von damals zu tun hat. Von der ersten Minute an hat der Film irgendwie etwas beruhigendes und schafft eine schöne Atmosphäre! Wo DEFA draufsteht, ist meistens viel Qualität drin - und wo Qualität ist, da kann natürlich Manfred Krug nicht weit sein! (www.moviepilot.de)

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Film ab! - am 29.06.2018

Bob der Streuner

Am Freitag , 29. Juni 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Bob der Streuner" (GB 2016) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Das Letzte, was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch, und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als es eines Abends in seiner Wohnung scheppert, steht da nicht wie vermutet ein Einbrecher in der Küche, sondern ein roter ausgehungerter Kater. Obwohl knapp bei Kasse beschließt James, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, sein neues Herrchen zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr, wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde, und James findet dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben ... (Quelle: Verleiher)

Diese Geschichte hätte sich kein Drehbuchautor ausdenken können. Solche völlig unwahrscheinlichen Sachen ereignen sich nur im richtigen Leben: Im Frühling 2007 entdeckt der Ex-Junkie und Straßenmusiker James Bowen in seiner Sozialwohnung in London einen Kater, der ihm von diesem Moment an nicht mehr von der Seite weicht.

James und sein Kater Bob treten gemeinsam auf, fahren zusammen Doppeldeckerbus, mausern sich schnell zu lokalen Berühmtheiten. Ein Journalist wird auf das putzige Pärchen aufmerksam, eine Verlegerin kommt dazu, James schreibt seine Geschichte auf, und landet einen Bestseller. „Bob, der Streuner“ verkauft sich allein in Großbritannien über eine Million Mal, weitere Bücher folgen, und jetzt liegt der Film vor.

Glücklicherweise hat Bond-Regisseur Roger Spottiswoode den tierischen Verkaufsschlager (Originaltitel: „A Street Cat Named Bob“) erstaunlich pathosfrei und kurzweilig in Szene gesetzt. Seine unterhaltsame Komödie lebt von glaubwürdigen Charakteren, spart soziale Härten und Schicksale nicht aus, und kommuniziert seine menschenfreundliche, sehr aktuelle Botschaft vom Wert der Freundschaft mit Überzeugungskraft.

Niedliche Streicheleinheiten fürs Gemüt sind weitgehend Fehlanzeige - der Film ist viel weniger handzahm als es sein niedlicher deutscher Verleihtitel zunächst vermuten lässt. (focus.de)

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Film ab! - am 25.05.2018

Willkommen bei den Hartmanns

Am Freitag , 25. Mai 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Willkommen bei den Hartmanns" (D 2016) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Die Flüchtlingswelle hält Deutschland in Atem. Auch Familie Hartmann um Angelika (Senta Berger) und ihren Ehemann (Heiner Lauterbach) möchten in dieser Zeit etwas gutes tun. Angelika möchte den Flüchtling Diallo (Eric Kabongo) in ihrem Haus aufnehmen und ihm den Weg in seine neue Heimat erleichtern – eine Entscheidung, die ihr Mann mit Skepsis beäugt. Bei der Ankunft des neuen Gasts kommt es zu allerhand Missverständnissen, Turbulenzen, Problemen und Wirrungen, ganz so wie sich Angelikas Mann das bereits im Vorfeld gedacht hatte. Im ganzen Trubel muss die Familie nun darum kämpfen ihre eigene Stabilität und Zuversicht ab zu sichern sowie den Hausfrieden nicht schief hängen zu lassen. Eine Aufgabe, der auch ihr Umfeld und das ganze Land gegenüber steht.(kino.de)

Der Film stürzt sich mitten hinein in den widersprüchlichen, emotionalen Zustand des Landes und zeigt die durchaus bizarren Effekte, die beim Aufeinanderprallen bundesdeutscher Luxusprobleme und Flüchtlingsschicksale freigesetzt werden. Er tut dies ohne moralische Wertungen und politische Posen, sondern mit einer offensiven Leichtigkeit, die dem realen, gesellschaftlichen Diskurs leider abhanden gekommen ist. Dennoch findet der Film im humoristischen Getümmel Zeit, Raum und eine prägnante Form für die Darstellung der traumatischen Fluchterlebnisse, die über eine bloße Alibifunktion hinausgeht. Aber auch auf der Komödienebene spielt »Willkommen bei den Hartmanns« mit schnellen Pointen immer wieder auf die realpolitischen Verhältnisse an und spürt gekonnt die komischen Dissonanzen zwischen Mitgefühl und kultureller Ignoranz in der bundesdeutschen Willkommenskultur auf. (epd-film.de)

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Film ab! - am 27.04.2018

ostfriesisch für anfänger

Am Freitag , 27. April 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Ostfriesisch für Anfänger" (D 2016) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Uwe Hinrichs ist ein einsamer Eigenbrötler, der konsequent Plattdeutsch spricht und sich als den letzten „echten Ostfriesen“ bezeichnet. Mit Globalisierung und der modernen Welt hat er nichts am Hut. Als plötzlich in sein gepfändetes Haus eine Gruppe ausländischer Fachkräfte einquartiert wird, dreht er durch und baut im wahrsten Sinne des Wortes Mist. Wider Willen muss er nun den Integrationsunterricht für diese „Utländer“ übernehmen. Kulturen, Konflikte und Erwartungen prallen aufeinander. Doch wo Reibung ist, entsteht auch Wärme und so überwindet Uwe sich und bringt, gut gemeint, den Fremden Plattdeutsch anstatt Hochdeutsch bei. Den Fehler bemerkt nur keiner. Als alles verloren scheint, wächst Uwe über sich hinaus, rettet die Zukunft der Ausländer und damit seine eigene... (ostfriesisch-für anfänger.de)

Niemand anderes als Didi Hallervorden spielt den Zausel Uwe Hinrichs, der in der Folge seines Flüchtlingssabotageaktes zu Sozialstunden verdonnert wird. Er soll die Migranten nicht nur bei sich aufnehmen, sondern ihnen auch Deutsch beibringen. Als Berliner staunt man, wie gut sich Hallervorden im Plattdeutschen akkulturiert hat. Im Geiste hört man ihn nicht nur „snacken“, sondern laut und deutlich „Mohrenstraße“ sagen.

 

So gesehen kann man die Rolle, die ihm der erst 23-jährige Filmemacher Gregory Kirchhoff und sein Drehbuchautor Sönke Andresen in „Ostfriesisch für Anfänger“ auf den Leib geschrieben haben, auch als Resozialisierungstherapie lesen. Heilung eines notorisch Unbelehrbaren, was Blackfacing, „Heim ins Reich“-Gags bei österreichischen Filmpreisverleihungen und ähnliche Aufreger der letzten Jahre angeht?

Nur wegen Hallervorden läuft so ein Film überhaupt im Kino. „Ostfriesisch für Anfänger“ wurde als Fernsehfilm konzipiert, und das sieht man ihm auch an. Dialoge wie aus einer Thesen-Talkshow. Fäkalhumor. Gags mit Ansage. Eine Bürgermeister-Figur, die an Fritz Wepper („Um Himmels Willen“) erinnert. Und eine Filmmusik, die mit jedem Schritt von Dieter Hallervorden so „Tom und Jerry“-artig mittapst.

 (welt.de)

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Film ab! - am 23.03.2018

Dschungelkind

Am Freitag , 23. März 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Mrs. Doubtfire" (USA 1993) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Der Stimmenimitator Daniel (Robin Williams) ist frisch geschieden, nachdem seine Ex-Frau Miranda (Sally Field) genug von seinem chaotischen Lebensstil hatte. Der Verlassene leidet unter der Scheidung - aber vor allem daran, dass er seine Kinder nur noch selten sehen darf. Er schmiedet einen kühnen Plan. Mit Hilfe eines befreundeten Maskenbildners lässt er sich in eine Dame verwandeln und bewirbt sich als Kindermädchen im Haus seiner Ex-Frau . Daniel aka "Mrs. Doubtfire wird angenommen und kann fortan wieder mehr Zeit mit seinen drei Kids Lydia (Lisa Jakub), Christopher (Matthew Lawrence) und Natalie (Mara Wilson) verbringen. Er schmeißt den Haushalt und verschreckt den schmierigen Macho Stuart (Pierce Brosnan), der sich an Miranda ranmacht. Doch wie lange gelingt es Daniel, seine Maskerade aufrecht zu erhalten... ? (filmstarts.de)

Robin Williams war einer der populärsten Film-Komiker der 90er Jahre. Seine Mimik und Gestik, aber auch sein stimmgewaltiger Humor bescherten ihm zu seinen besten Zeiten einige große Rollen, unter anderem in Steven Spielbergs “Hook“, wo er gekonnt den erwachsenen Peter Pan verkörperte. Diesmal darf er als stacheliges Hausmädchen (stachelig, da unrasiert) um die Gunst seiner Kinder kämpfen und schafft dies auch auf ganzer Linie. Mit der Darstellung eines erfolglosen Schauspielers und Synchronsprechers dürfte er es auch nicht schwer gehabt haben, da auch Williams einmal klein anfing. Auch Sally Field passt als gerechte Mutter und Exfrau und mit einem Pierce Brosnan als von allen ungewollter Stiefvater ist die Darstellerriege perfekt besetzt.

 

Denn in dieser Familienkomödie stehen nicht die Charakte, sondern die Geschichte im Vordergrund. Der künstlerische Versuch, das Sorgerecht zu umgehen, wird hier vollends ausgeschöpft und die Ernsthaftigkeit von Scheidungskindern, sowie die logistischen Probleme, mit denen die Eltern dabei zu kämpfen haben, werden hier nur geringfügig beachtet. Doch mit dem nötigen Humor, der in der Realität oft keinen Platz mehr hat, wird in diesem Streifen natürlich nicht gespart und so ist “Mrs. Doubtfire“ für jede Altersgruppe immer wieder sehenswert – und das sollte bei einem Hollywoodfilm ja an oberster Stelle stehen. (cineclub.de)

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Film ab! - am 23.02.2018

Dschungelkind

Am Freitag , 23. Februar 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Dschungelkind" (D 2011) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

 

Sabine Kuegler ist als Tochter eines Sprachforschers im Dschungel von West-Guinea aufgewachsen. Diese Erfahrung hat sie in dem autobiographischen Roman „Dschungelkind" verarbeitet, der 2005 in den Handel kam und sich bald zum Bestseller mauserte (und 2007 mit „Ruf des Dschungels" eine Fortsetzung nach sich zog). Sechs Jahre später hat sich nun „14 Tage lebenslänglich"-Regisseur Roland Suso Richter dieses Ethno-Drama vorgenommen, um die Folgen einer kulturellen Isolation in der Fremde zu untersuchen. Wie verändern sich die Menschen durch die ungewohnte Umgebung? In bestechenden Bildern umgeht Richter viele Klischeefallen, kann aber letztlich einige Allgemeinplätze und Ansätze von Ethno-Kitsch nicht ganz vermeiden. Der Linguist Klaus Kuegler (Thomas Kretschmann) zieht mitsamt seiner Familie 1980 in den Dschungel von West-Guinea, um dort die Sprache eines abgeschieden lebenden Eingeboren... (filmstarts.de)

Spannend wie das Leben: Bestseller-Verfilmung als fulminanter Mix aus Abenteuer, Liebe und der exotischen Schönheit einer fremden Welt.

 

Ein Abenteuerspielplatz ist West-Papua für Sabine (Stella Kunkat) und ihre beiden Geschwister. Die Achtjährige kann mit Pfeil und Bogen umgehen, entdeckt gemeinsam mit den Kindern des Fayu-Stammes die Geheimnisse des Regenwaldes. Dort erforscht der Vater (Thomas Kretschmann) als Linguist die Sprache der wie in der Steinzeit lebenden Eingeborenen. Im Urwald Indonesiens fernab der westlichen Zivilisation muss sich die Familie mit dem Notwendigsten begnügen. Zu allem Übel geraten sie in eine blutige Stammesfehde und müssen aufpassen, nicht in die gefährlichen Auseinandersetzungen verwickelt zu werden. Nur langsam bildet sich ein Vertrauensverhältnis zu den Fayus, auch weil Sabines Mutter (Nadja Uhl)?den Kranken hilft, eine „Magierin“ für die Dorfbevölkerung.

 

Als Sabine und ihr Bruder im Busch den verletzten einheimischen Jungen Auri finden, nimmt die Familie den Spross des feindlichen Stammes auf. Besonders Sabine versteht sich gut mit ihm und irgendwann weiß das „Dschungelkind“, dass sie bei ihrem Seelenfreund Auri bleiben will. Doch das Schicksal nimmt eine neue, unerwartete Wendung, alles kommt anders. Mit 16 kehrt Sabine nach Deutschland zurück – in eine für sie fremde Welt.

 

Die Verfilmung des autobiografischen Bestsellers von Sabine Kuegler geht unter die Haut, eine spannende Reise in eine fremde Kultur und in tiefe Emotionen – großes Kino. (kino.de)

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Film ab! - am 26.01.2018

Fack ju Göhte 2

Am Freitag , 26. Januar 2018, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Fack ju Göthe 2" (D 2015) gezeigt.

 

In gemütlicher Atmosphäre, bei Kerzenlicht und einem Glas Wein oder einem kühlen Bier. Und wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge".

Der coole Ex-Kleinganove und frisch gebackene Lehrer Zeki Müller (Elyas M'Barek) ist mit seinen etwas anderen Lehrmethoden mittlerweile sehr beliebt bei seinen Schülern. Aber ihn selbst nervt sein neuer Job jetzt schon, liegen ihm das frühe Aufstehen, das ständige Korrigieren von Klassenarbeiten und nervige Kinder doch so überhaupt nicht.

 

Hinzu kommt, dass Direktorin Gerster (Katja Riemann) noch zusätzlich Druck macht, da sie um jeden Preis das Image ihrer Gesamtschule aufbessern will. Zu diesem Zweck möchte sie dem renommierten Schillergymnasium die thailändische Partnerschule streitig machen. Und so werden Zeki und Kollegin Lisi Schnabelstedt (Karoline Herfurth) auf Klassenfahrt nach Thailand geschickt, wo ihre chaotischen Schützlinge (u. a. Jella Haase und Max von der Groeben) für ordentlich Wirbel sorgen. In all dem Trubel spitzt sich der Konkurrenzkampf mit dem Schillergymnasium immer weiter zu, dessen Lehrer Hauke Wölki (Volker Bruch) Zekis Karriere mit allen Mitteln ein Ende bereiten möchte…  (www.filmstarts.de)

Es gibt zotige Witze, in denen Tischtennisbälle und mit Chilisauce beschmierte Kondome eine Rolle spielen. Zwischendurch ist das Schüler-Lehrer-Verhältnis so gestört, dass elektronische Fußfesseln zum Einsatz kommen. Doch natürlich raufen sie sich wieder zusammen, und spätestens, als einige bemitleidenswerte Tsunami-Waisen auftauchen, schwenkt der Film um in Richtung Gefühlskino.

Unschlagbar ist „Fack ju Göhte 2“ als Kommentar zur aktuellen Bildungspanik. Vorgeführt wird, wie Schulen, allein gelassen mit ihren Problemen, gnadenlos miteinander konkurrieren. Sie buhlen um Aufmerksamkeit, versuchen Punkte zu machen durch Umwelt-AGs, Sportrekorde und die Integration von Ausländern oder Behinderten. Gegner sind in diesem Fall die Goethe-Gesamtschule und das Schiller-Gymnasium. Arm gegen Reich, Aussätzige gegen die Elite. „Wir haben 50 Prozent Migrationshintergrund“, triumphiert Katja Riemann als Rektorin am Telefon. „Aber wir haben einen echten Schwarzen“, posaunt die Schiller-Chefin. Riemann: „Ach was, der ist doch angemalt.“ Goethe und Schiller waren, kaum zu glauben, in Wirklichkeit Freunde.

 (www.tagesspiegel.de)

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Film ab! - am 27.12.2017

Der Teufel trägt Prada
Der Teufel trägt Prada

Am Mittwoch, 27. Dezember 2017, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Der Teufel trägt Prada" (USA 2006) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge. Und: Traditionell zum Jahresabschluss mit Feuerzangenbowle.

 

Andrea Barnes (Anne Hathaway) ist das, was man ein Mädchen vom Lande nennen könnte – wohlbehütet aufgewachsen und sehr bodenständig. Um ihrem Traumjob Journalistin näher zu kommen, entschließt sie sich zu einem Umzug in die Glitzer-Metropole New York City. Andrea wird Assistentin von Miranda Priestly (Meryl Streep), der Herausgeberin des Mode-Magazins Runway. Denn die junge Frau weiß: Wer es ein Jahr bei Miranda aushält, soll sich seine zukünftige Anstellung in der Welt des Journalismus quasi selbst aussuchen können.

Entsprechend engagiert geht sie ihren ersten Arbeitstag an. Doch die Bruchlandung auf dem Boden der Realität erfolgt gleichermaßen schnell wie hart. Ihre tyrannische Neu-Chefin jagt sie von einer Schikane in die nächste und ihre herrische Arbeitskollegin Emily (Emily Blunt) ist ihr auch nicht gerade eine große Hilfe. So etwas wie einen Freund findet sie allenfalls in Mirandas rechter Hand Nigel (Stanley Tucci). Doch der hat wahrscheinlich einfach nur Mitleid mit dem naiven Mädchen, das einfach nicht so recht ins Mode-Geschäft passen möchte. Am Tiefpunkt angelangt kommt Andy zu einer Erkenntnis: Da sie die Mode-Welt nicht ändern kann, muss sie sich ihr anpassen… (www.filmstarts.de)

Der Teufel trägt Prada ist ein gewöhnlicher Hollywoodfilm, ohne besondere Leistungen. Kameraführung und Musik unterstützen die Storyline, welche bodenständig bleibt. Die Schauspieler spielen ihre Rolle zumeist gut, wobei Meryl Streep in ihrer Hauptrolle der eiskalten Chefredakteurin versagt und den Film damit maßgeblich schadet. Das Ende zieht sich viel zu sehr und das damit in die Länge gezogene Happy End ist einfach schrecklich langweilig und nervtötend. Aus diesen Gründen verliert Der Teufel trägt Prada seine Sterne und landet bei sechs Sternen, die aber wohl verdient sind, durch gute Schauspielkünsten, gute Filmmusik und Kameraführung und einer bodenständigen Handlung. Auch die glitzernde Modewelt wirkt sich positiv aus und man staunt über die Pracht der Mode. (www.filme-blog.com)

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Film ab! - am 24.11.2017

Australia
Australia

Am Freitag, 21. November 2017, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Der Tunnel" (D 2001) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge.

 

"Der Tunnel" ist die auf tatsächlichen Ereignissen beruhende Geschichte einer Fluchthelfergruppe in West-Berlin, deren Mitglieder um jeden Preis ihre Familien in den Westen holen wollen. Der Plan - ein Tunnel von West nach Ost - ist nicht nur ein gefährliches und fast unmögliches Unterfangen. Der notwendige physische und psychische Einsatz übersteigt auch häufig die Kräfte der jungen Leute und sorgt für Spannung innerhalb der Gruppe. Doch der eiserne Wille und die Hoffnung auf Erfolg führt sie immer wieder zusammen. Denn alle wissen: Sie schaffen es entweder gemeinsam oder nie...

Ein ebenso überzeugendes wie beklemmendes Zeitporträt, das von guten Darstellern getragen wird und die Mittel des Spannungskinos wirkungsvoll zum Zwecke seiner engagierten Geschichte nutzt (Lexikon des internationalen Filmes)

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Film ab! - am 20.10.2017

Australia
Australia

Am Freitag, 21. Oktober 2017, 19.00 Uhr wird im Mehrzweckraum Zühlsdorf, Dorfstr. 35, der Film "Australia" (Australien/USA 2008) gezeigt.

 

Wie immer zu Beginn die DEFA-Wochenschau "Der Augenzeuge.

 

1939: Lady Sarah Ashley (Nicole Kidman) verdächtigt ihren Ehemann eine Affäre zu haben und reist von London ins ferne Australien (OT: Australia), um diesen dort auf seiner Rinderfarm zur Rede zu stellen. Für den Weg durch das unwegsame Gelände Nordaustraliens wird ihr der Viehtreiber Drover (Hugh Jackman) zur Seite gestellt, mit dem Sarah rein gar nichts gemeinsam hat. Nach dem Mord an ihrem Mann, entscheidet sich Sarah, die Farm selbst zu übernehmen. Das ungleiche Paar gerät heftig aneinander als sich Sarah des verwaisten Aborigine-Mischlings Nullah (Brandon Walters) annimmt, der von der Gesellschaft geächtet wird.

Um die räuberische Übernahme ihrer Farm zu verhindern, hat Sarah jedoch keine andere Wahl als Drover um Hilfe zu bitten. Zusammen mit Nullah, Drover und der Unterstützung weiterer Kleinfarmer begibt sich Sarah auf eine ebenso inspirierende wie auch gefährliche Mission durch die atemberaubend schöne, aber unwegsame Landschaft des australischen Outbacks… (moviepilot.de)

 

„Ich wollte mehr als nur eine dramatische Liebesgeschichte erzählen“, erklärt Baz Luhrmann seine vielschichtige Story. „Die typischen Eigenschaften meiner Landsleute finden darin ebenso ihren Platz wie historische Fakten.“ – Zwangslager und Bombardement gab es tatsächlich. Mag sein, dass er für sein Australien-Kaleidoskop mitunter allzu tief in die Klischeekiste greift. Mal hoppelt ein putziges Känguru demonstrativ durchs Bild, mal erklingt das bekannte australische Volkslied von der „Waltzing Matilda“. Dazu wagt er einen Mix aus Romanze, Kriegsfilm, Abenteuer und Western mit einem Schuss Völkerkunde: geradezu eine Einladung zum Scheitern. Aber Luhrmann komponiert all diese Zutaten zu einem Film, der, wunderschön und atemlos brutal, wie ein Gefühlsgewitter über die Leinwand donnert. Eines, über dem man die Zeit vergisst. Den wichtigsten Beitrag liefern natürlich die Hauptdarsteller. Wie sich Nicole Kidman von der angewiderten Aristokratin in eine sympathische, zupackende Frau verwandelt, dürfte ihr die nächste Oscar-Nominierung einbringen. Wenn sie dem vor Männlichkeit strotzenden Hugh Jackman (siehe nächste Doppelseite) erliegt, spürt man das erotische Knistern bis in die letzte Reihe. Und sollten Sie nach dem Kinobesuch im Reisebüro nach einen Australien-Urlaub fragen: Auch das war Luhrmanns volle Absicht. (cinema.de)

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